Die Entscheidung, aus welchem Werkstoff eine Treppenanlage gebaut werden soll ist bestimmend für die Atmosphäre des Treppenhauses. Bei vielen modernen Einfamilienhäusern ist die Treppe in den Wohnraum integriert, so dass ein erhöhter Bedarf nach optisch ansprechenden Werkstoffen besteht. Die am häufigsten für die Herstellung der Stufen verwendeten Materialien sind Stein und Holz.
Holz vermittelt durch seine warme Farbgebung einen Eindruck von Behaglichkeit. Dieses natürliche Material ist ein guter Wärmespeicher, das Barfußlaufen auf Holzstufen wird als angenehm empfunden. Eine Holztreppe ist viele Jahrzehnte haltbar, jedoch leichter zu beschädigen als Stein.
Bei Holztreppen besteht ja nach Oberflächenbehandlung ein erhöhter Pflegebedarf. Geölte und gewachste Hölzer müssen regelmäßig nachbehandelt werden, mit Parkettlack versehene Stufen sind robuster. Massivholz lässt sich bei Auftreten von unschönen Abnutzungserscheinungen schleifen und neu versiegeln. Holzstufen sind rutschfester als Stein, vor allem Kinder und alte Leute können sich mit größerer Sicherheit darauf bewegen.
Wer sich für eine Holztreppe entscheidet sollte die entsprechenden Brandschutzverordnungen besonders beachten.
Stein ist ein kaltes Material. Betritt man es ohne Schuhe, dann fühlt es sich kühl an, was vor allem im Winter als unangenehm empfunden wird. Die Oberfläche ist rutschiger als bei Holz und könnte erhöhte Sturzgefahr bergen. Steinstufen sind äußerst beständig und robust. Sie lassen sich leicht reinigen und bedürfen kaum besonderer Pflege. Polierte Steinoberflächen weisen einen edlen Glanz auf und müssen zur Reinigung nur regelmäßig feucht gewischt werden. Für häufig mit Straßenschuhen betretende Bereiche ist das Treppenmaterial Stein besonders vorteilhaft.
Stein wirkt nicht schalldämmend, so dass bei Bedarf an Maßnahmen zur Geräuschisolierung gedacht werden muss.
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