Individualreisen – Zuckerbrot oder Peitsche?
Belohnungen motivieren, das ist ihre wesentlichste Funktion und als solche dienen sie vielfältigen Zwecken. Ob man ein Kind mit der Aussicht auf einen Zirkusbesuch oder den Besuch eines Zoos motivieren will, etwas zu tun, das es Überwindung kostet oder im beruflichen Kontext Mitarbeiter oder Führungskräfte zu möglichst optimalen und dauerhaft hohen Leistungen motivieren will oder muss und zu diesem Zweck beispielsweise pekuniäre Belohnungen auslobt oder mit Sachpreisen belohnt, immer spielt das Prinzip der positiven Verstärkung eine wesentliche Rolle. Zwar kann man theoretisch auch mit dem Gegenteil, dem Einflößen von Angst und Verunsicherung motivieren, jedoch begleitet diese Art der Motivation auch der Nimbus des Destruktiven und beinhaltet sie somit die Gefahr, dass die erhoffte Wirkung nicht eintritt, sondern sie ins Gegenteil umschlägt. Daher ist es sowohl in der Pädagogik als auch in der Mitarbeitermotivation mittlerweile verbreiteter, positiv zu verstärken und so die vollen Potenziale der Menschen zu entwickeln und zugänglich zu machen. Dabei hat sich auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass Geld nicht lange oder langfristig motiviert, während beispielsweise Individualreisen oder die Erweiterung des Kompetenzrahmens nachhaltiger motivieren und nachwirken, denn im ersten Fall erhält der Belohnte Erinnerungen an eine Reise und im zweiten Fall die Möglichkeit, sein Arbeitsfeld und die Arbeitsumgebung stärker selber zu beeinflussen und sich so einzubringen, was dem Wunsch nach Verwirklichung des Menschen stärker entspricht und somit eine positive Wirkung aus sich selber entfaltet.
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